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Vier Auszubildende restaurieren Prototyp des ERO-Traubenvollernters (15. Juni 2009)

Niederkumbd | 15. Juni 2009
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, das mussten sich viele Auszubildende noch vor einigen Jahren sagen lassen. Gemeint war damit, dass sie häufig die weniger attraktiven Arbeiten übernehmen mussten. Nicht selten litt darunter die Qualität der Ausbildung.

Inzwischen haben viele Betriebe erkannt, dass eine gute Ausbildung des Nachwuchses dem Unternehmen langfristig von Nutzen ist. Schließlich bestimmt sie das fachliche Können der späteren Mitarbeiter. Dass Fachwissen mit Spaß erworben werden kann, zeigt das kürzlich abgeschlossene Auszubildendenprojekt der ERO-Gerätebau GmbH in Niederkumbd. Im Februar 2008 begannen vier Auszubildende der Fachrichtungen Industrie- und Zerpanungsmechaniker mit der Restaurierung des Prototyps des ERO-Traubenvollernters. Mehr als 20 Jahre war die Maschine bei verschiedenen Kunden im Einsatz, bevor das Unternehmen sie zurückkaufte und vor der Verschrottung rettete. Tausende von Betriebsstunden hatten ebenso an dem Traubenvollernter genagt wie der Zahn der Zeit. Am Rahmen zeigten sich zahlreiche Roststellen, Elektrik und Hydraulik hatten Mängel, und die Motoren waren schadhaft.

Die vier Auszubildenden, inzwischen im dritten Ausbildungsjahr, standen vor einer schwierigen Aufgabe. Zunächst musste die Maschine komplett zerlegt werden. Alle Teile wurden katalogisiert, um sie später wieder an richtiger Stelle einbauen zu können. Nach ihrer Reinigung wurden die Einzelteile bei Bedarf geschliffen, verspachtelt und lackiert. Manche Komponenten mussten ersetzt werden, was Einzelanfertigungen nötig machte. Unterstützt wurden die Auszubildenden dabei von ihrem Ausbilder und einigen Mitarbeitern, die schon zur Entstehungszeit des Prototyps bei der ERO-Gerätebau GmbH tätig waren.

Nach annähernd 2.000 Arbeitsstunden war es soweit: Stolz präsentierten die Auszubildenden nun ihre fertig restaurierte Maschine, in altem Glanz und natürlich voll funktionsfähig.
Trotz des enormen Aufwandes zieht ihr Ausbilder Michael Fey positive Bilanz: „In den vergangenen 15 Monaten sammelten die beteiligten Auszubildenden Erfahrungen in allen Bereichen ihres späteren Berufes. Sie mussten nicht nur schweißen, schleifen und lackieren sondern auch die Hydraulik und Elektrik der Maschine verstehen und instand setzen.“ Und einer der Auszubildenden ergänzt: „Es war manchmal ganz schön schwer zu verstehen, warum eine Funktion nicht arbeitet, nur weil an ganz anderer Stelle ein Hydraulikventil nicht dicht war oder ein Stecker keinen Kontakt hatte.“

Der restaurierte Traubenvollernter wird zukünftig im Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim zu sehen sein. Und die ERO-Gerätebau GmbH hat nicht zuletzt wegen der positiven Erfahrungen schon das nächste Auszubildendenprojekt in Vorbereitung: Auf dem Hof wartet ein Varimot Weinbergschlepper, von Lanz Aulendorf 1957 gebaut, in erbärmlichem Zustand darauf, wieder zum Leben erweckt zu werden.


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